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Arbeiten mit Cobots? Fragen wir die Belegschaft!

19. Juli 2016, von Johanna Braun

Die Vorteile, die für Unternehmen durch die Automatisierung immer neuer Produktionsprozesse entstehen, sind zurzeit in aller Munde. Während hierbei allerdings meist der technische oder wirtschaftliche Nutzen im Vordergrund steht, verhallen die Auswirkungen auf diejenigen, die Hand in Hand mit den neuen Technologien arbeiten, oft ungehört. Was also halten die Mitarbeiter von der Automatisierung? Welchen Einfluss hat sie auf ihre Arbeit?

Angestellte, die Tag ein Tag aus mit kollaborierenden Robotern – sogenannten Cobots – zusammenarbeiten, sagen vor allem: Ihre Roboterkollegen bringen mehr Flexibilität, Spaß, Produktivität, Sicherheit und eine angenehmere Arbeitskultur in ihren Alltag. Nicht zuletzt können sie durch die Arbeit mit den Robotern ihren eigenen Wissenshorizont um neue Fähigkeiten erweitern.

Nachfolgend geben wir ihnen Raum, ihre persönlichen Geschichten zu erzählen.

Arbeitsplatz im Wandel

Bei Inertia Switch, einem Unternehmen für Feinwerktechnik aus Orangeburg, New York, sind die positiven Auswirkungen von Cobots auf die Belegschaft lange bekannt. Um die Produktion zu optimieren, nutzt Inertia Switch UR5-Roboter von Universal Robots, um die Arbeiter von eintönigen und banalen Aufgaben zu entlasten. Die dadurch gewonnene Arbeitszeit steht ihnen nun für anspruchsvolle und komplexere Tätigkeiten zur Verfügung. Slobodan Todori, einer der Maschinisten des Unternehmens, wurde von seiner früheren Arbeit am Fließband durch einen UR5 abgelöst und ist mit seinen neuen Aufgaben mehr als zufrieden: „Einen Roboter dafür zu programmieren, genau die monotonen Arbeitsschritte zu verrichten, die ich früher selbst hätte erledigen müssen, macht mir viel Spaß.“ Nach eigenen Angaben hat Slobodan nicht nur sehr schnell gelernt, wie der Roboter zu programmieren ist, es ging im darüber hinaus äußerst leicht von der Hand.

„Wir haben die Software bekommen, in den Roboter geladen und er hat sofort angefangen zu arbeiten. Es war perfekt – Plug and Play. In der Bedienungsanleitung habe ich gesehen, dass ein Lernprogramm in der Software integriert ist. Das Programmieren war mehr als intuitiv, denn der Roboter verfügt über einen Teach Modus: Durch Knopfdruck können der Roboterarm per Hand beliebig geführt und die entsprechenden Wegpunkte festgelegt werden. Ich habe ein simples Programm mit verschiedenen Bewegungen erstellt, was wirklich nicht schwer war.“

https://www.youtube.com/watch?v=g4Aceb-hAqU

Flexibilität

Die Integration eines UR5 und eines UR10 in den Produktionsprozess brachte auch der dänischen Firma BJ-Gear A/S nicht nur mehr Effizienz, sondern auch motiviertere Mitarbeiter und eine insgesamt verbesserte Organisationskultur.

„Vor dem Einsatz der UR-Roboter stand ich jeden Tag acht Stunden an derselben Maschine und hatte eigentlich keine anderen Aufgaben. Durch die Roboter arbeite ich jetzt flexibler und übernehme neue Tätigkeiten“, sagt Lars Meldgaard Nielsen, Industrial Engineer bei BJ-Gear A/S.

Das Unternehmen sieht in kollaborierenden Robotern den kosteneffizientesten Weg, die Produktion zu automatisieren und ihren Mitbewerbern am Markt einen Schritt voraus zu bleiben.

http://universal-robots.23video.com/bj-gear

Einfache Handhabung

Bei der Scott Fetzer Electrical Group (SFEG) in Tennessee ist seit der Einführung von UR5- und UR10-Cobots eine 20-prozentige Produktivitätssteigerung zu verzeichnen.

Wer mit einem Smartphone umgehen kann, könne mit Sicherheit auch die Roboter handhaben, meint Sebrina Thompson, Leiterin der Produktionslinie bei der SFEG: „Als die Roboter ankamen, waren die Angestellten zunächst ein bisschen nervös und ängstlich – jetzt, wo sie integriert und etabliert sind, möchte hier keiner mehr ohne sie arbeiten.“

Die Belegschaft ist wie hin und weg von den kostengünstigen Roboterarmen. Seit sie den Geschäftserfolg der SFEG deutlich verbessert haben, halten die Angestellten ständig nach neuen Anwendungsmöglichkeiten Ausschau, um Prozesse zu verbessern und die Effizienz in der Produktion noch weiter zu steigern.

http://universal-robots.23video.com/scott-fetzer-electrical-group-1

Zufriedenheit

Effizienz und Produktivität sind bei all ihrer Wichtigkeit heutzutage nicht mehr die einzigen Prioritäten für Unternehmen. Mit an der Spitze dieser Liste steht auch die Zufriedenheit der Angestellten. Im BMW-Werk Spartanburg, South Carolina, arbeitet Nise Ellis Hand in Hand mit UR-Robotern. Die aufgrund der Automatisierung durch Cobots gesunkene Arbeitsbelastung hat hier zu einer direkten Steigerung der Produktionsperformance geführt. Durch die neue Technologie haben die Angestellten an Zufriedenheit und Motivation hinzugewonnen, was ihnen bei anderen Aufgaben zugutekommt.

Kostengünstige Roboterarme halten für die Zukunft noch viele Möglichkeiten bereit, um neue unternehmerische Chancen und neue Jobs zu schaffen. Mehr zu den unendlichen Anwendungsmöglichkeiten von Cobots, und wie sie diese Technologie in ihrem Unternehmen nutzen können, lesen Sie HIER.

https://www.youtube.com/watch?v=8oyqTiacxIY

Dieser Blogartikel, im Original von von Esben H. Østergaard, wurde vom Englischen ins Deutsche übersetzt. Danke an Universal Robots für die freundliche Bereitstellung!