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Arbeitsschutz und MRK: Diese Normen sind wichtig

13. Juni 2016, von Johanna Braun

Eine zentrale Anforderung des Arbeitsschutzes an Roboter als Produktionsassistenten ist: Kollissionen zwischen ihnen und dem Mensch sind zu vermeiden. Die vier grundlegenden Schutzprinzipien dazu beschreibt die DIN EN ISO 10218 „Industrieroboter – Sicherheitsanforderungen“ Teil 1 und 2.

Zum Download: Infografik Schutzprinzpien

Seit der letzten Überabeitung der Norm 2011 ist nun einiges passiert. Innovative Technologien eröffnen ganz neue Möglichkeiten, die Mensch-Roboter-Kollaboration ist daher weiter auf dem Vormarsch. Anforderungen, die einen sicheren Einsatz kollaborierender Roboter ermöglichen, mussten her. Die junge ISO/TS 15066 (Februar 2016) ist dabei eine wichtige Unterstützung. Sie legt die verschiedenen Kollaborationskonzepte dar und beschreibt die entsprechenden Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, um diese zu erfüllen. Die Spezifikation hilft auch ganz konkret bei der Beurteilung möglicher Gefährdungsrisiken.

Für den Fall einer Kollision, so gut man sie auch vermeiden versucht, hat das Fraunhofer IFF intensiv geforscht. Die Studienergebnisse zum Thema Schmerzgrenze und Verletzung beim Menschen erzgänzen die Spezifikation sinnvoll.

Wer sich auf dem Gebiet Normung und Sicherheit mit einem Experten unterhalten möchte, sollte dies mit Prof. Dr. techn. Norbert Elkmann tun. Er leitet das Geschäftsfeld Robotersysteme am Fraunhofer IFF in Magdeburg. Möglichkeit dazu: Das Forum Mensch Roboter am 17./18. Oktober in Stuttgart.